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11.10.21 –
In der Ratssitzung am vergangenen Donnerstag standen zwei wichtige und umstrittene Entscheidungen an:
Bebauungsplan Am Wimmersberg
Mit den Stimmen von CDU, SPD, FDP und Bürgermeister wurden der Bebauungsplan "Am Wimmersberg" und im nichtöffentlichen Teil der zugehörige städtebauliche Vertrag beschlossen. Auf dem ehemaligen Gewerbegebiet zwischen Schlüterstraße und Bahnlinie in zentraler Lage von Alt-Erkrath darf der Investor Catella nun bis 2034 ca. 700 Wohnungen errichten.
Unstreitig unter allen Fraktionen im Rat ist seit Jahren, dass die Fläche aufgrund ihrer zentralen Lage und der Nachfrage nach Wohnraum in ein Wohngebiet umgewandelt werden soll. Heftig umstritten war bis zum Schluss das "Wie" der Bebauung und das Verfahren, mit dem der Bebauungsplan erstellt und beschlossen wurde. Wir haben das nun beschlossene Planwerk vor allem aus den folgenden Gründen im Ergebnis abgelehnt (zusammen mit BmU und Linken, die zum Teil andere Gründe für die Ablehnung hatten):
Wir sind sehr gespannt und werden genau beobachten, wie sich das Projekt in den nächsten Jahren entwickelt!
Übergangsheime für Flüchtlinge
Obwohl sich neben der Grundschule Millrath auch der Integrationsrat, der interkulturelle Berater der Stadt Herr Assila, der Freundeskreis für Flüchtlinge und zahlreiche weitere im Integrationsbereich tätige Erkrather*innen gegen ein zweites Übergangsheim auf der Sportfläche am Bahnhof Millrath ausgesprochen haben, halten Verwaltung und große Teile von CDU und SPD an dem Standort fest. Nach zahlreichen Wortbeiträgen, u.a. aus der zahlreich erschienenen Bürgerschaft, wurde die Entscheidung in der Ratssitzung am vergangenen Donnerstag gegen 23:00 Uhr auf Anfang November vertagt.
Wir bleiben bei unserem Antrag, statt in Millrath weitere 60 Plätze zu schaffen (60 entstehen in dem bereits im Bau befindlichen Gebäude), eine neue Unterkunft am Bürgerhaus Hochdahl auf dem ehemaligen Hallenbadgrundstück zu errichten. Dort besteht bereits Baurecht für ein Übergangsheim, eine Konzentration von vielen Geflüchteten an einem Standort wird vermieden, der Hochdahler Markt ist nah und im Bürgerhaus findet ein Großteil der Integrationskurse statt. Zudem könnte der Sportplatz in Millrath erhalten bleiben. All dies spricht für den Standort Bürgerhaus.
Zukunft des Stadtweihers
Ebenfalls Anfang November wird der Rat über unseren Antrag zur Erhaltung der Wasserfläche des Stadtweihers entscheiden. Nach dem ein Gutachten im Auftrag der Stadt überraschend und entgegen vorheriger Aussagen zu dem Ergebnis kam, dass die Wasserfläche aufgrund der hohen Versiegelung in Hochdahl, den Auswirkungen des Klimawandels und einer angeblichen Absenkung des Grundwasserspiegels um bis zu 4 Metern nicht erhalten werden kann, fordern wir eine umfassende Überprüfung. Keinesfalls sollte der Stadtweiher, der nicht nur eine wichtige Funktion als innerstädtischer Erholungsbereich, sondern auch zur Abkühlung bei extremer Hitze hat, vorschnell aufgegeben werden!
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